NERO - KAISER, KÜNSTLER UND TYRANN
GDKE - rheinisches landesmuseum TRIER

Besonders die letzten Regierungsjahre Neros prägen das heutige Bild des Tyrannen, Christenverfolgers und Brandstifters. Dieses Bild stammt bereits aus der Feder antiker Autoren wie Tacitus und Sueton, Angehörige der Aristokratie, der Nero mit Ignoranz gegenübertrat. Die Ausstellung zeigt seinen Aufstieg zum Thronfolger, seine Herrschaft und ihr gewaltsames Ende.

Nero war lange Zeit beim Volk sehr beliebt. Erst mit zunehmender Regierungsdauer verlor er den Bezug zur Realität. Die Entwicklung vom jungen hoffnungsvollen Thronanwärter bis zum verhassten Tyrannen wird anschaulich mit mehr als 400 Exponaten aus dem In- und Ausland illustriert. Die große Schau zeigt Neros Karriere chronologisch: Zäsur der ersten Regierungsjahre war die Ermordung seiner machthungrigen Mutter Agrippina. Die Leidenschaft des Kaisers galt den Künsten, er trat selbst als Schauspieler, Musiker und Wagenlenker auf und erbaute die ungeheure domus aurea, seinen goldenen Palast. Die Anlage wurde auf einem Stadtareal Roms errichtet, das zuvor von einer verheerenden Brandkatastrophe vernichtet worden war. Nach Neros Selbstmord in politisch auswegloser Situation kam es auch in der Region Trier unter Beteiligung der keltischen Treverer zu einem letzten Akt der Reichskrise – auch dies ist Thema der Ausstellung.

Marmorporträt des Nero, 64-68 n. Chr.
Original: München, Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek.

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