LUST UND VERBRECHEN.
DER MYTHOS NERO IN DER KUNST

STADTMUSEUM SIMEONSTIFT TRIER

Wenige Personen der Antike haben in der bildenden Kunst eine ähnliche Karriere erlebt wie Nero: Das Netz aus Prunksucht, Dekadenz und Grausamkeit, das sein Leben und seine Regentschaft umspannt, hat zahlreiche Künstler inspiriert. Vor allem die ihm zugeschriebenen Gräueltaten – die Sezierung der Leiche seiner Mutter Agrippina, der erzwungene Selbstmord Senecas oder der tödliche Tritt in den Unterleib seiner schwangeren Frau Poppaea Sabina – haben über ganze Epochen das Bild des römischen Kaisers bestimmt.

Das Stadtmuseum Simeonstift Trier unternimmt erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme dieser Bildtradition. Von den frühesten erhaltenen Darstellungen des Mittelalters bis zum Nero-Bild  jüngerer und jüngster Vergangenheit machen Gemälde, Grafiken, Fotografien, Filme und Theaterausstattungen diese wandlungsreiche Rezeptionsgeschichte erlebbar.

 

 

Illustration aus dem Rosenroman für François I:
Nero betrachtet die Leiche seiner Mutter Agrippina, 1519, Faksimile der Handschrift New York, Pierpont Morgan Library & Museum, MS M.948, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1993, fol. 63r. 

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